Wirtschafts- und Finanzethik

„Alle Praxis ist Menschenwerk. Es gibt keine ehernen Gesetze der Biologie, der Geschichte oder der Ökonomie. Wir können unsere Handlungsverantwortung nicht entsorgen. Sozialdarwinismus, marxistische Geschichtsmetaphysik, auch der zeitgenössische Ökonomismus sind Formen intellektueller Verantwortungsflucht.” Julian Nida-Rümelin

Integrity in Finance – Finance  Executives’ second nature
Das Leadership-Programm der Parmenides Academy und der DVFA

ParmenidesAcademyLogo_2015-07-16DVFADie Veranstaltung richtet sich exklusiv an Führungskräfte und Senior Manager in Banken, bei Asset Managern und Finanzdienstleistern. Kern des zweitägigen Events bilden Dialog und Austausch: zwischen den Referenten und Teilnehmern, aber auch unter den Teilnehmern. Im Mittelpunkt steht das Verständnis der psychologischen und philosophischen Dimension finanzwirtschaftlicher Praxis.
Ein exklusiver Rahmen sorgt für einen hochkarätigen Gedankenaustausch auf Augenhöhe. Zu jedem Themenkomplex wird unmittelbar im Anschluss ein Workshop zur Vertiefung stattfinden.
Das Leadership-Programm der Parmenides Academy und der DVFA erlangen ein vertieftes Verständnis von Ökonomie, Ethik und Risiko. Sollten Sie Interesse an der Teilnahme haben oder einen firmen-internen Workshop wünschen, wenden sich bitte an Niina Zuber.

Sind Sie interessiert an den Themenbereichen Unternehmenskultur, Innovation und Unternehmensführung interessiert, dann sind Sie hier richtig.

Moral und Wirtschaft

Seit Beginn der Weltfinanzkrise 2007 ff. haben wir in Westen eine intensive Debatte um die Frage, welche Rolle dem Staat zugeschrieben werden soll. Wie viel Regulierung ist nötig? Selbst Alan Greenspan, einer der Architekten der Weltfinanzkrise, der mit extrem Zinsvorgaben der Federal Reserve Bank einen Teil des Problems zu verantworten hat, gesteht ein, dass er ein zu großen Vertrauen auf die Selbstkorrektur des Marktes gelegt hatte.

DVFADas Panel Ethik und Finanzwirtschaft der DVFA e.V.  unter der Leitung von Prof. Nida-Rümelin befasst sich nicht primär um das Verhältnis von Staat und Wirtschaft, sondern mit dem Verhältnis von Moral und Wirtschaft. Auch dieses Verhältnis wird im Zuge der Finanzkrise vielfach diskutiert. Hier wird schnell der moralische Zeigefinger gehoben und der Branche Maßlosigkeit und Gier vorgeworfen: Der Normenverfall des anständigen Kaufmanns rückt in den Fokus. Auf diesen Verlust wird mit zahllosen Kontrollmechanismen und Compliance-Regeln reagiert. Aber: Hilft mehr Regulierung wirklich? Und wie kann sich ethisches Handeln in der Finanzbranche nachhaltig durchsetzen?

Positionspapier

Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Panel seit 2013. Am 25. September 2015 wurde das Positionspapier des Ethikpanels erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Imfinanzethik-logo2 Frühjahr 2014 fand am Münchner Kompetenzzentrum Ethik der Ludwig-Maximilians-Universität ein Workshop zur Finanzethik statt. Der Workshop war von Seiten der Wissenschaft als auch von Seiten der Finanzbranche hochkarätig besetzt. Die wissenschaftliche Kompetenz vertreten durch Prof. Dr. Gerd Gigerenzer, Prof. Otwin Renn oder Prof. Dr. Armin Nassehi, und mit Vorstandsvorsitzenden Jürgen Danzmayr (Head of Private Banking Deutschland a.D. der UniCredit Bank AG), Axel Kehl (Vorstandsvorsitzender der Akademie Deutscher Genossenschaften e.V.) und Dr. Suanne Schmidt (Wirtschaftsjournalistin, Ex-Bankerin) ergänzt. Der Workshop behandelte die tiefe Verunsicherung der wirtschaftlichen Praxis, welche die Weltfinanzkrise hinterlassen hat. Den Workshop können Sie sich hier ansehen.

VARIA zum Thema Wirtschafts- und Finanzethik:

handelsblatt zeitung

Die Finanzmärkte haben sich in den vergangenen Jahrzehnten weitaus dynamischer entwickelt, damit stiegen jedoch auch die Gefahren. Wie kann man sie stabilisieren? Ein Algorithmus könnte die Lösung sein. Dieser Vorschlag ist bescheiden und unbescheiden zugleich. Bescheiden, weil er einen simplen durch einen Algorithmus leicht realisierbaren Dämpfungsmechanismus im Geiste der Tobin-Steuer vorschlägt. Die Koppelung der Einnahmen an die Instabilität der Finanzmärkte wäre auch fiskalpolitisch wünschenswert: dann, wenn die Turbulenzen der Finanzmärkte aller Voraussicht nach zu institutionellen Maßnahmen und zur staatlichen Stabilisierung aufrufen, würden entsprechende Mittel fließen, deren Genese zugleich die Krise dämpft. Und schließlich hat unser Vorschlag den Charme, dass er auch mit den Praktiken des high frequency trade kompatibel ist, ja durch diese Praktiken nahegelegt wird.  Schließlich könnte man diesen Vorschlag auch als liberaler denn die üblichen Konzeptionen einer Tobin-Steuer nennen, da er Finanztransaktionen so lange weitgehend unbeeinflusst lässt, als keine Anzeichen der Instabilität auftreten.

Auszug aus „Das Irrationale bändigen“  Gastbeitrag vom 21.07.2016 erschienen im Handelsblatt von Julian Nida-Rümelin und Albrecht von Müller.


handelsblatt zeitungAlles über Gesetze regeln oder doch lieber auf die Moral vertrauen? Während zu viele Paragraphen als Bedrohung für das Finanzsystem angesehen werden, scheinen Banker gerade ihre Liebe zur Regulierung entdeckt zu haben.

Beitrag von Julia Löffelholz zum Ethik-Forum der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA)
Handelsblatt am 28.9.2015:   »Die neue Lust, das „Richtige” zu tun«


Kommunikation für Banken und Versicherer – Krisen bewältigen, vertrauen schaffen

SP_Unternehmenskommunikation_für_Banken_und_VersichererBanken und Versicherer stehen seit Jahren vor besonderen kommunikativen Herausforderungen: Wie gelingt es den Branchen, ihre Relevanz für Wirtschaft und Gesellschaft glaubwürdig und sympathisch zu kommunizieren? Die Unternehmenskommunikation leistet fraglos einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung und zu einer zeitgemäßen Kultur im Unternehmen. Doch von Krise zu Vertrauen ist es oft ein langer Weg, auf dem Expertenwissen gefragt ist. Der Sammelband „Kommunikation für Banken und Versicherer“ bietet dieses Know-how: Experten aus Theorie und Praxis teilen Ihre jeweilige Perspektive auf die interne oder externe Kommunikation dieser anspruchsvollen Branchen.

In mehr als 20 Beiträgen tragen Kommunikationsexperten und -manager, Kommunikations- und Sprachwissenschaftler sowie Unternehmensberater den aktuellen Stand der Unternehmenskommunikation bei Finanzdienstleistern zusammen. Mit einem Vorwort von Julian Nida-Rümelin

 

 

 

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