BBAW Normativität – Objektivität – Handlung
(Zusammen mit Dr. Jan-Christoph Heilinger, Universität Zürich)
Risikoethik
(Zusammen mit Johann Schulenburg und Benjamin Rath)
Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, eine deontologische Ethik des Risikos auszuarbeiten, wie sie im Handbuch Angewandte Ethik im Kapitel Risikoethik (Kröner 2005) von JNR skizziert wurde. Das Ergebnis ist 2012 bei de Gruyter (New York, Berlin) erscheinen: Grundthemen Philosophie – Risikoethik. Es geht um ethische Kriterien einer kohärenten Risikopraxis, die deontologische Aspekte richtigen Handelns integriert: Individuelle Rechte, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit.
GeNECA: Gerechte nachhaltige Entwicklung auf Basis des Capability Ansatzes
Das Projekt GeNECA stellt die Frage nach einer gerechten Bedürfniserfüllung für zukünftige Generationen in den Mittelpunkt. Dabei soll aus Sicht verschiedener Disziplinen (Ökonomie, Umweltwissenschaften, Philosophie) untersucht werden, inwiefern sich der von A.K. Sen und M. Nussbaum entwickelte Capability Ansatz als Grundlage für eine gerechte Nachhaltigkeitspolitik eignet. Der Ansatz soll im Zuge des Projekts um den Aspekt der intergenerationalen Gerechtigkeit sowie der bedürfnisorientierte Nachhaltigkeitspolitik erweitert werden. Die Aufgabe der Philosophie besteht darin, den Capability Ansatz um die folgenden drei Aspekte zu ergänzen:
1. Natur und Gesellschaft-Zusammenhänge: Entwicklung von Leitlinien zum verantwortlichen Umgang mit der Natur
2. Intra- und intergenerationale Gerechtigkeit: ein Gerechtigkeitsbegriff, der sowohl örtlich als auch zeitlich universal gültig ist
3. Menschliche Grundbedürfnisse und Capabilities: Entwicklung einer konzeptuellen Basis zur Berücksichtigung der Bedürfnisse künftiger Generationen
Ziel der philosophischen Auseinandersetzung mit diesen Punkten ist es, eine fundierte Konzeption von gerechter nachhaltiger Entwicklung zu entwerfen und daraus handhabbare Indikatoren für die empirische Anwendung zu gewinnen. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des GeNECA-Projekts.
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Bildende Kunst und Analytische Philosophie
Ziel des Projekts ist es, aktuelle Fragen der Kunst in einer möglichst klaren und verständlichen Sprache zu erörtern. Dabei sollen die Methoden und Begriffe der analytischen Philosophie fruchtbar gemacht werden. Konkret will das Projekt an fünf thematischen Beispielen aus dem Bereich der bildenden Kunst diese Ziele realisieren. Thematisiert werden zentrale kunstphilosophischen Begriffe und Fragen, die im alltäglichen Ausstellungsgeschäft meist zu kurz kommen, die aber eine wesentliche Rolle für ein adäquates Kunstverständnis spielen.
Das Projekt wurde von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projekts.
Artikel im Magazin | (252,25 kB)
Verantwortungsbegriff
In Fortführung der Analysen zur Rationalitätstheorie und zur Freiheitsthematik, wie sie sich u.a. in den Buchpublikationen Kritik des Konsequentialismus (1993), Economic Rationality and Practical Reason (1997), Strukturelle Rationalität (2001), Decision Theory and Ethics (2005) und Über menschliche Freiheit (2005) niedergeschlagen haben, werden die verschiedenen Stränge der Argumentation nun auf den Verantwortungsbegriff bezogen und zusammengeführt. Akteur zu sein, heißt Gründe zu haben. Rationalität, Freiheit und Verantwortung sind jeweils drei unterschiedliche Aspekte dieser besonderen menschlichen Fähigkeit.
Erschienen sind bei reclam:
- Strukturelle Rationalität (2001)
- Über menschliche Freiheit (2005)
- Verantwortung (2011)
Kulturen des Wirtschaftens
Angesichts der aktuellen Krise stellt sich die Frage dringlicher denn je, wie wir Wirtschaft anders und besser denken und gestalten können. Ökonomisches Handeln ist auch eine Form kultureller Praxis und als solche von besonderem Interesse: Wie hat sich das Verhältnis von Wirtschaft und Kultur historisch gewandelt? Wie funktioniert das Wirtschaften in anderen zeitgenössischen Kulturen? Und vor allem: Wie kann und soll unsere Wirtschaftswelt in Zukunft aussehen? Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.
Dokumentation
Frankfurter Rundschau: Kulturen des Wirtschaftens | (78,78 kB)
Philosophie und Lebensform
Das Thema “Lebenswelt” wird momentan sowohl in der theoretischen als auch in der praktischen Philosophie rege diskutiert. Die Quellen für dieses neue Interesse an einem bereits von Edmund Husserl geprägten Begriff sind unterschiedlich – sei es die Beschäftigung mit dem späten Wittgenstein, sei es die Auseinandersetzung mit den Begründungsproblemen ethischer Theorien. Ein vom 11.-13. Oktober 2006 von Felix Mühlhölzer und Julian Nida-Rümelin veranstaltetes DFG-Rundgespräch hatte den Zweck, das Konzept “Lebenswelt” zu klären und hinsichtlich seines Wertes für aktuelle philosophische Debatten zu überprüfen.
Seit einigen Jahren steht zudem die Rolle lebensweltlicher Verständigungspraxis und der praktizierten Lebensform für die wissenschaftliche und philosophische Theoriebildung im Mittelpunkt.
BBAW Humanprojekt
Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe HUMANPROJEKT – ZUR STELLUNG DES MENSCHEN IN DER NATUR stellt mit Blick auf die eindrucksvollen und unabsehbaren Fortschritte der Lebenswissenschaften die Frage nach dem Selbstverständnis des Menschen. Die aktuellen Erkenntnisse fordern, das Welt- und Menschenbild neu zu überdenken und verstärkt nach der Einbindung des Menschen in den Zusammenhang der Natur zu fragen.
Das Projekt wird unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Gerhardt (Humboldt-Universität), Prof. Dr. Detlev Ganten (Charité) und Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin (Sprecher) durchgeführt.
Strukturelle Gerechtigkeit
Zusammen mit Martin Rechenauer wird die Arbeit an einer Gerechtigkeitskonzeption fortgesetzt, die den Komplexitäten einer multikulturellen nationalen, wie globalen Gesellschaft gerecht wird und auf dem Grundkonzept der fairen und rationalen Entscheidung über Bedingungen und Institutionen der Kooperation, im weitesten Sinne dem Rawls’schen Paradigma, beruht. Dabei wird die Konzeption struktureller Rationalität für die Gerechtigkeitstheorie fruchtbar gemacht.
BBAW Energieforschung
Frau Ministerin Schavan hat die Nationale Akademie Leopoldina, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (als Vertreterin der Union der Wissenschaftsakademien) und die Deutsche Akademie für Technikwissenschaften (acatech) beauftragt, eine gemeinsame Studie zu den Prioritäten der Energieforschungspolitik für Deutschland und Europa zu verfassen. Dies ist der erste Auftrag der Politik an die neu geschaffene Struktur der Nationalen Akademien in Deutschland. Koordiniert wird das Projekt von Frank Behrendt (TU Berlin) und Eberhard Umbach (FZ Karlsruhe) für acatech, Ferdi Schüth (MPI für Kohleforschung, Mühlheim) für die Leopoldina und von Ortwin Renn für die Berlin-Brandeburgische Akademie der Wissenschaften.
