Die neue deutsche Bildungskatastrophe

Zwölf unangenehme Wahrheiten

0004304074_0001Seit der Bildungskatastrophe, die Georg Picht vor fünfzig Jahren beschworen hatte, bemüht sich die deutsche Politik um Reformen. Aber hat sich Bildung seitdem zum Positiven verändert? Der bekannte Philosoph Julian Nida-Rümelin und der renommierte Erziehungswissenschaftler Klaus Zierer antworten deutlich: Nein, trotz »PISA-Schock« laufen wir direkt auf eine neue deutsche Bildungskatastrophe zu. Hektisch durchgeführte Korrekturen sind keine Reformen, eine fehlende kulturelle Leitidee vermehrt dabei die Fehler in der deutschen Bildungspolitik.

Es besteht durchaus Anlass, Alarm zu schlagen, damit die gegenwärtigen Tendenzen in der Bildungslandschaft nicht in ein Desaster münden. Pointiert und schonungslos offen diskutierten die beiden Autoren in mehrstündigen Gesprächen im Laufe des Sommers 2014 über die Krise im deutschen Bildungssystem. Herausgekommen ist ein spannender, interdisziplinärer Dialog, in dem die beiden Wissenschaftler einen besseren Weg in Richtung einer humanen Bildung aufzeigen.

Julian Nida-Rümelin und Klaus Zierer sind das Experiment angegangen, Fachgrenzen zu überschreiten und aufeinander zuzugehen – gerade bei der Bildung erscheint dies als längst überfällige Aufgabe. Die Basis legen bildungstheoretische Grundlagen aus dieser interdisziplinären Sicht über Philosophie, Pädagogik und Bildung. Daran anknüpfend gehen der Philosoph und der Pädagoge anhand der vier thematisch zugespitzten Kapitel »Verstaatlichte Bildung«, »Vermessene Bildung«, »Verplante Bildung« und »Verunsicherte Bildung« den Gefahren einer neuen deutschen Bildungskatastrophe auf den Grund – mal einhellig, mal mit unterschiedlichen Ansätzen oder gar massiven bildungspolitischen Differenzen, aber immer ohne falsche Rücksicht auf unangenehme Wahrheiten.

192 Seiten
gebunden | 13 x 20 cm
ISBN: 978-3-451-31288-5
Verlag Herder

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