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Kurzbiographie

Julian Nida-Rümelin lehrt Philosophie und politische Theorie an der Universität München. Seine Publikationen befassen sich vor allem mit Fragen der praktischen Vernunft, der Ethik und der politischen Philosophie. 2011 sind eine Abhandlung zur „Verantwortung“ (Reclam) und ein Buch zur Philosophie einer humanen Ökonomie „Die Optimierungsfalle“ (Random House) erschienen; 2009 bei Suhrkamp „Philosophie und Lebensform“, 2006 bei C. H. Beck „Demokratie und Wahrheit“, sowie „Humanismus als Leitkultur“, 2005 bei Reclam „Über menschliche Freiheit“ (Reclam), 2002 bei Suhrkamp „Ethische Essays“, 2001 bei Reclam „Strukturelle Rationalität“.

Julian Nida-Rümelin entstammt einer Münchner Künstlerfamilie. Er studierte Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft in München und Tübingen und wurde in Philosophie bei dem Wissenschaftstheoretiker Wolfgang Stegmüller promoviert, er war wissenschaftlicher Assistent in München. Nach seiner Habilitation (1989) und einer Gastprofessur in den USA übernahm Nida-Rümelin zunächst einen Lehrstuhl für Ethik in den Bio-Wissenschaften an der Universität Tübingen und dann (1993 – 2003) einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Göttingen in der Nachfolge Günther Patzig. Zum Sommersemester 2004 folgte er einem Ruf an das Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft in München, dessen Direktor er in den Jahren 2004 bis 2007 war. Zum Sommersemester 2009 wechselte er auf einen Lehrstuhl für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

In den Jahren 1998 bis 2002 war Julian Nida-Rümelin zunächst Kulturreferent der Landeshauptstadt München und dann als Kulturstaatsminister Mitglied im ersten Kabinett Schröder.

Julian Nida-Rümelin ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Europäischen Akademie der Wissenschaften, der Akademie für Ethik in der Medizin, Honorarprofessor an der Humboldt-Universität Berlin (Institut für Philosophie), Kuratoriumsvorsitzender des Deutschen Studienpreises und war von 2009 bis 2011 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie.